Studienarbeit Zukunft Steinbachtal (UCB)

 

Der Vors. - Wilfred Zöbisch - dankt der Studierenden Michelle Zenner für ihre Bachelor-Arbeit, Frau Prof. Dr. Kathrin Nitschmann für deren Unterstützung im Thema mit einem kleinen Geschenk. Daneben Prof.Dr. Naumann, er ist die Verbindungsperson vom Verein zum Umweltcampus BIR.

Ergebnis einer Studienarbeit vom Umweltcampus Birkenfeld.

Welche rechtlichen Voraussetzungen müssen geschaffen werden, damit an der Steinbachtalsperre ein Naherholungsgebiet möglich ist?

In einer Vorstandssitzung wurde von Michelle Zenner – Studierende am Umweltcampus (UWC) Birkenfeld – wesentliche Punkte ihrer Bachelorarbeit vorgestellt. Der Vorstand „Zukunft Steinbachtal e.V. hatte auf Initiative von Prof. Dr. Stefan Naumann Frau Zenner gebeten, die geltende Rechtsverordnung (RVO) zur Steinbachtalsperre auf die Möglichkeit einer Öffnung zur Naherholung zu vergleichen mit der RVO der Primstalsperre. Von dort wird in den nächsten Monaten zusätzliches Wasser über 30 Km Rohrwasser in die Steinbachtalsperre geleitet und zu Trinkwasser verarbeitet.

Begleitet wurde die Studienarbeit von Frau Prof. Dr. Kathrin Nitschmann, sie lehrt am UWC BIR Umweltrecht. Die Verbindung zu den Beteiligten und zum Thema hatte Prof. Dr. Stefan Naumann – selbst Mitglied im Verein „ZUK Steinbachtal“ - hergestellt.

Für den Vorstand war das Ergebnis der Studienarbeit ein wichtiger Schritt zum Ziel.

Die wesentlichen Ergebnisse zusammen gefasst:

Innerhalb der RVO Steinbachtalsperre aus dem Jahre 1984 kann die Schaffung eines Rundwanderwegs realisiert werden.

Voraussetzung hierfür wäre, dass die Wasserschutzzone I zum Ufer hin verlegt und somit ein Wanderweg entlang der Wassertrasse, wo die Zuleitung des Primstalwassers verlegt ist, ohne großen Aufwand realistisch wäre.

Dieses Verfahren – Verlegung der Wasserschutzzone I – müsste die Aufsichts – und Dienstleistungsdirektion (ADD) als Obere Wasserbehörde – einleiten.

Interessant war auch die Erkenntnis, dass dieselbe Behörde in Koblenz damals auch als Obere Wasserbehörde beide RVO geschrieben hat.

Tatsache ist: Die Primstalsperre darf bereits umwandert werden und zwar in Ufernähe, weil die Wasserschutzzone I erst an der Uferzone beginnt. Das Betreten der Wasserfläche ist verboten, nichts anderes schlägt auch der Verein „ZUK Steinbachtal“ e.V. vor.

Der Vorstand nahm das Ergebnis der Studienarbeit gerne entgegen und sieht es als weiteren Baustein für Pro-Argumente, um mit den Genehmigungsstellen zu diskutieren.

Seit der Gründung im März 2018 kann der Vorstand mit seiner Arbeit und den Ergebnissen zufrieden sein: In zahlreichen Sitzungen, Treffs und Gesprächen mit Beteiligten zum Thema, wurden einige Fakten erarbeitet, die ein Gesamtbild mit guten Argumenten ergeben.

Weiterer Fakten-Check:

Inzwischen werden reine Trinkwassertalsperren in Dtschl. ausgewertet mit der Frage: Welcher Trinkwasserspeicher darf nicht umwandert werden? Zwischenergebnis: Von 81 TW-Talsperren sind 15 erfasst, bisher sind an allen Wasserspeichern Erholungssuchende und Wanderer willkommen!

 

Verantwortlich für den Text:

Wilfred Zöbisch